Die Stärkung der Lebenskräfte und der Begriff der Energie

Wie welche Möglichkeiten kann Yoga eröffnen?

Die Anregungen der Lebenskräfte durch Körperübungen
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Praktiziert der Mensch wiederholt einige Yogaübungen mit ihren charakteristischen Haltezeiten, so wird er recht bald ein für die Yogapraxis signifikantes Erleben haben - dem eines fließenden Leichterwerdens bei gleichzeitiger Ruhe und Sammlung. Dies erlebt der so Praktizierende sowohl körperlich wie seelisch. Tatsächlich werden durch das gezielte Üben mit Dehnungen, An- und Entspannungen in Verbindung mit Haltezeiten und freier Atmung sogenannte Pranakräfte, die wir auch allgemein als Lebenskräfte beschreiben können angeregt und freigesetzt.
Unserem Körper liegt aus erweiterter Sicht ein sogenannter Lebensleib - in der Fachsprache der Anthroposophie auch Ätherleib genannt, mehr feinstofflicher Leib zugrunde. Dieser bildet die Summe der Lebensprozesse, der unseren physischen Körper immerfort überhaupt erst belebt und regenerieren läßt. Durch die Yogaübungen (asana) werden diese Prana- oder Lebenskräfte angeregt, welche vergleichbar wie ein abgestandenes Gewässer nun eine fließende Bewegung und Belebung zu einem bewegten Strömen mit frischem Zufluss erhält. Dies wirkt allgemein sehr positiv auf das Immunsystem und die Summe aller regenerativen Kräfte - mental und körperlich.
Der Atem als tiefes Bindeglied zu den Lebenskräften
Die Lebenskräfte sind dabei auch sehr wesentlich an die Atmung gebunden. Fast jeder Mensch atmet heute ohne dies meist wahrzunehmen fixiert - der Atem fließt nicht wirklich frei und weit, sondern bindet sich mehr eng an den Körper und erschöpft dadurch leichter die Lebens- oder Ätherkräfte im Menschen. In der hier vorgeschlagenen Weise des Yogapraktizierens arbeiten wir aber nicht mit Atemtechniken, sondern lernen den Atem grundsätzlich in seiner Weite und spezifischen Qualität der Übung frei zuzulassen, was oftmals gar nicht so leicht erscheinen mag. Im Atem liegen grossartige Heil- und Regenerationskräfte verborgen. Das Wesen des Atems ist Weite und Leben selbst.
Der Aufbau der Lebenskräfte über das Bewusstsein und eine zur Welt gerichteten Wahrnehmung
In der heutigen Zeit ist uns aber wenig bewusst, wie sehr die Summe erbauender Lebenskräfte mit unserem tätigen Seelen- und Bewusstseinsleben zusammenhängen. Ein wirkliches nach außen gerichtetes Interesse an der Welt und unseren Mitmenschen in Aufmerksamkeit fördert das gesunde eingreifen der Lebens- und Pranakräfte. Ein seelischer Vorgang, der aber heute aufgrund vieler gesellschaftlicher Anforderungen und Einseitigkeiten keineswegs mehr selbstverständlich ist.

Ganz besonders werden die erbauenden Lebenskräfte im Yoga gezielt durch sogenannte Seelen- oder Meditationsübungen angeregt. Dabei ist der Energiezuwachs keineswegs das Ziel der Übungen, sondern eine ganz natürliche Konsequenz und Begleiterscheinung dieser sich übenden seelischen Aktivität, die heute für uns sehr ungewohnt ist. Wachheit, Aufmerksamkeit und Konzentration organisieren auf sehr feine Weise - wenn die Übungen richtig aufgebaut sind - unsere Lebenskräfte und Energien zu einem bestmöglichen eingreifen.
Die Lebenskräfte und ihr untrennbarer Zusammenhang zur Natur des Gedankens
Sprechen wir heute meist noch recht trivial von einer guten oder schlechten Energie, meinen wir meist damit das Erleben dieser sogenannten Äther- oder Lebenskräfte die eine Situation oder eine Begegnung prägen kann. Ganz wesentlich hängen die Lebenskräfte tatsächlich mit unseren Gedanken zusammen. Sie sind sozusagen aus dem gleichen Stoff gewoben. Nur 'positiv' zu denken wäre aber ein ebenso noch recht triviales Verständnis darüber, wie die Lebenskräfte zu einem günstigen und förderlichen eingreifen kommen. Am besten werden die Lebenskräfte organisiert, wenn es dem Menschen gelingt seine seelischen Kräfte eines bewussten und schöpferischen Denkens und Empfindens bewusst schulen und entwickeln zu lernen. Näheres hierzu und konkrete Seminar- und Übungsangebote werden hier in Kürze vorgestellt.
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Ätherkräfte

Unser Körper ist von feinsten lebensspendenden Kräften durchdrungen. Diese Lebenskräfte bilden eine konkrete Realität und unterliegen klaren Gesetzmäßigkeiten. Durch die Yogapraxis werden ganz allgemein gesagt diese sogenannten Ätherkräfte in ihrem Fluß angeregt und stärker zum Eingreifen gebracht. Sehr wesentlich stehen diese Lebenskräfte auch mit unserem Gedanken- und Bewusstseinsleben in Verbindung.